An der Aare
Die Etappen fünf und sechs führen von Brugg aus bis Aarau. Etappe fünf führt über Habsburg bis Wildegg, erst die sechste Etappe läuft der Aare entlang. In Aarau machte ich später noch eine kleine Rundtour an der Aare.
13. Oktober 2025: Brugg - Wildegg
Etappe fünf führt durch die Wälder südlich von Brugg bis zum Schloss Habsburg. Des Weiteren führt sie östlich an Schinznach Bad vorbei, über den Chestenberg wird Schloss Wildegg erreicht.
Erstaunlich, wie ich es doch schaffe mich rasch für eine Wandertour parat zu machen. Es war halb 9 als ich noch so einiges zu erledigen hatte, die Gedanke das Haus um 8.45 Uhr schon zu verlassen schien weit weg. Und doch..... ich schaffte es und stand um ca. 9.30 Uhr am Bahnhof Brugg für die 5. Etappe. Ich verliess den Bahnhof auf der Südseite und stiess nach wenigen Metern bereits auf Route 42. Diese liess ich aber rasch rechts liegen, denn ich wollte das römische Amphitheater Vindonissa besuchen, es war nur ein kleiner Umweg. Nachdem ich hier ausgiebig fotografiert hatte kehrte ich weiter südlich wieder auf den Wanderweg zurück.
Jetzt ging es langsam hoch in Richtung Habsburg, nicht weit weg. Der Weg führt durch den Wald, zuerst nur leicht ansteigend, gegen Ende aber deutlich steiler.
Schloss Habsburg ist von April bis und mit Oktober von Dienstag bis und mit Sonntag für Besucher geöffnet und es war MONTAG! Mist. Eingetroffen um ca. 11 Uhr, lichtete ich Schloss + "Gärtli" ab und verliess das Gelände auf der Westseite ca. eine halbe Stunde später. Von oben her hat man übrigens einen schönen Ausblick auf die Autobahn, welche das Aaretal zwischen Habsburg- und Bözbergtunnel überquert (vierte Reihe, links).
Nach einer langen Überquerung des Feldes ging es wieder in den Wald hinein. Als ich in den blauen Himmel schaute und das Flugzeug sah, musste ich rasch das Zoomobjektiv montieren. Ich hatte nur einen Schuss, dann war der Flieger in den Wolken verschwunden.
Es war fast Mittag und ich ass mein Brot laufend aus der Hand, denn ich hatte keine Lust 20 Minuten herum zu sitzen, ich wollte vorwärts kommen. Eine Waldstrecke, eine lärmige Strasse überquert und wieder in den Wald hinauf laufen. Hey, ein Aussichtspunkt am anderen Ende des Thalheimer Tals, eine wunderschöne Aussicht auf das Aaretal und Schloss Wildenstein bei Veltheim. Hier gibt es auch einen Geoweg, muss mich mal schlau machen: Von wo bis wo und wo lang? Wald, Wald, Wald, eine Wiese und wieder Wald und dann viel Lärm und Krach: Viele Schüler + Lehrer kamen mir entgegen, dauerte zum Glück nur kurz und es war wieder ruhig.
Langsam stieg der Weg wieder ab und endlich: Wildegg, sprich Schloss Wildegg. Auch hier: Am Montag geschlossen, aber hier gehe ich voraussichtlich bald wieder hin, denn der kleine Garten ist zauberhaft schön und schreit danach mit Makro abgelichtet zu werden. Herrlich duftende Blumen, Farben, ein paar romantisch positionierte Bänklein.
Der Abstieg bis Bahnhof Wildegg, es war 14.13 Uhr als ich die SBB-App konsultierte. Abfahrt 14.17 Uhr, dann erst um 14.52 Uhr, ich musste also nicht pressieren. An der Hauptstrasse fand ich einen Getränkenhandel und was sah ich: Birra Moretti, 10 x 33 cl für CHF 9.50 anstelle von CHF 13.50. Also: kaufen. Um 14.30 Uhr traf ich beim Bahnhof ein, kehrte nochmals um, um ein Auto mit einem coolen Spruch zu fotografieren. Nach langem Warten kam der 14.52 Uhr Zug und brachte mich heim.
Das Wetter? Für den späteren Tag war recht viel Sonne vorausgesagt worden. Vergiss es, ich hatte nur am Morgen etwas Sonne, das war es dann.
15. Oktober 2025: Wildegg - Aarau
Der Aargauer Weg bleibt jetzt - auf der sechsten Etappe - an der Aare, Wildegg - Auenstein / Rupperswil - Biberstein - Aarau.
Diese Etappe führte mich über bereits bekannten Wegen zurück ins Heimland, in mein eigenes Wanderrevier. Nach einem (erfolgreichen) Zahnarztbesuch um 8.30 Uhr, einer Einkaufstour in der Stadt, war ich um 9.30 Uhr wieder zuhause. Ein Kaffee, schnell nochmals die Wettervorhersagen anschauen (von der Zahnarztpraxis im 4. Stock aus, sah ich Nebel über der Aare, Sonne oben im Jura und fragte mich "was mache ich eigentlich hier?") und um 10.15 Uhr war ich weg.
In der Folge startete ich um ca. 11 Uhr in Wildegg und lief schnurstracks an die Aare. Obwohl absolut nicht fotogen, spiegelte sich die Transportbrücke des Jura Cements so schön in der Aare, die Bäume am Aareufer leuchteten in allen Farben um die Wette. Oft stieg ich den steilen Hang hinunter und fotografierte das gegenüberliegende Ufer. Somit kam ich auch nur langsam vorwärts.
Über die erste Hängebrücke ging es auf die Insel und bald musste ich auch die zweite Hängebrücke bis aufs Nordufer nehmen: Die Insel war komplett gesperrt, da hier an der Auenlandschaft gearbeitet wird. Vor wenigen Wochen kam ich hier noch durch. Auf der Verbindungsbrücke zwischen Auenstein und Rupperswil beobachtete und fotografierte ich zwei Reiher auf Felsen in der Aare. Na ja, der zweite Reiher war einfach plötzlich - und von mir unbemerkt - verschwunden.
Wieder zurück am Südufer musste ich auch hier, aus dem gleichen Grund, einen kleinen Umweg machen. Kurz vor dem Wasserkraftwerk legte ich um ca. 12.45 Uhr meine Mittagspause ein. Der Übergang beim Wasserkraftwerk war ebenfalls gesperrt (auch hier kam ich vor wenigen Wochen noch über die Aare), aber ich musste so oder so am Südufer bleiben.
Das farbenfrohe Südufer, auf dem Damm immer weiter westlich, ein kurzer Blick in die Auenlandschaft und wieder weiter. Die Aufnahme rechts zeigt ein entferntes Hornissennest. Vor wenigen Wochen habe ich die Tierchen hier noch fotografiert und gefilmt (untere Reihe).
31. August 2025
31. August 2025
4. September 2025
Die Route führte ins Aarschächli, zum Weiher, wo ich sechs Reiher beobachtete. Da sie sich von mir gestört fühlten, flogen sie leider davon. Auf der Westseite unternahm ich noch - erfolglos - einen Versuch sie zu finden, lief dann gleich zurück bis auf den Damm.
Die Warnaufschriften hier sind immer originell und lustig. Die zweite Aufnahme von links in der unteren Reihe zeigt die aktuelle Meldung, die dritte Aufnahme stammt aus 2017.
Schloss Biberstein zwischen leuchtenden Bäumen, wie oft fotografierte ich es. Und die Biber hinterlassen überall ihre Spuren.
Weiter am Südufer bis in den Rohrer Schachen, zur Suhremündung in die Aare und dann ins Summergrien, nordlich vom Telliquartier. Die Kirche im meinem Dorf, die Kirchberg, wurde vor die Linse genommen, nachher das Rüchlig-Wasserkraftwerk im Telliquartier.
Brücke über die Suhre.
Bald tauchte der Zurlinden-Steg auf, tausende Male von mir überquert, lag der Steg doch fast 20 Jahre auf meinem Arbeitsweg und auf meinem Weg in die Stadt. Die sechste Etappe war Geschichte, nur noch ca. 10 Minuten zu Fuss bis zu meiner Wohnung.
Rüchlig Stauwehr
Zurlindensteg Süd
Kettenbrücke / Pont Neuf
18. Oktober 2025: An der Aare in Aarau
Eine kleine Rundtour über die Zurlinden-Insel, Aare-Südseite (mit Blick auf die Wasserflue) und unter die Kettenbrücke (Pont Neuf).
Als ich kurz nach dem Mittag zu Fuss in die Stadt lief, fielen mir wieder die wunderprächtigen Farben an der Aarau und auf der Zurlinden-Insel auf. Am Aare-Südufer fiel mein Blick auf die Wasserflue weit oben im Norden, eingebettet zwischen den vielfarbigen Bäumen direkt am Wasser. Zurück zuhause packte ich die beiden Kameras um ein paar Aufnahmen zu machen. Ein paar? Es waren wieder weit über 200: Die Insel, der Steg, die Aare mit der Wasserflue im Hintergrund, Panoramas und dann stand ich wieder auf der Nordseite unter der Kettenbrücke. Ich hatte wenig Lust bis zum Fussgängerstreifen weiter oben zu laufen, Kaum war die Brücke frei (was eine Seltenheit ist) wollte ich überqueren, wäre es nicht, dass da ein Streifenwagen der Stadtpolizei zu fahren kam. Da ich mich nicht auf Diskussionen einlassen wollte, wartete ich, bis er ausser Sichtweite war und ging dann doch hinüber.
Zurlinden-Insel
Telli-Hochhaus
Wiederum stand ich unter der Brücke, direkt am Wasser und zoomte unter die Brücke ein. Auf der Südseite hatte mich ein Pärchen bemerkt, ich winkte fröhlich zu und druckte dann ab. Ich weiss nicht, ob sie Freude daran hatten, aber es ist einfach zu weit weg, um etwas wirklich erkennen zu können. Ich muss doch fast anderthalb Stunden unterwegs gewesen sein, es war 15.10 Uhr als ich wieder zuhause eintraf. Es gibt so einige Herausforderungen: Probiere mal an einem schönen und sonnigen Samstagnachmittag den Zurlindensteg OHNE Menschen zu fotografieren, fast unmöglich. Auch direkt an der Aare wimmelt es nur so von Wanderern, Radfahrern. Nur wenige davon kümmern sich um einen Fotografen. Und der Verkehr auf der Kettenbrücke. Gott sei dank, habe ich KEIN Auto und bin eigentlich viel flexibler. Ich muss meine Wandertouren nicht dort beenden, wo ich sie anfange. Und.... liebe Aarauer: Bitte wählt das nächste Mal den kompletten Stadtrat in der ersten Runde. Die vielen Wahlplakaten, die hier immer noch hangen, verschändeln das ganze Strassenbild.